Rebenerziehung

Rebenerziehung

Die Schnittmassnahmen und die Laubarbeiten ergänzen sich gegenseitig. Sie Sind abzustimmen auf die Entwicklung der Reben, insbesondere auf ihre Wuchskraft sowie auf die Produktionsziele.

Ziele

  • Ertragspotenzial erhalten
  • Ausgewogenes Verhältnis zwischen Wachstum der Rebe und Traubenqualität, unter Berücksichtigung der Bedingungen des Rebjahres anstreben
  • Befallsdruck von Krankheiten und Schädlingen verringern

Schnitt

  • Erhalten des Stockgerüsts (Grundform des Rebstocks), entsprechend der Gewählten Erziehungsart und der Mechanisierung
  • Beschränkung auf eine bestimmte Anzahl Triebe
  • Regulierung der Wuchskraft
  • Sicherung des Ertrags
  • Gleichmässige Verteilung der Jahrestriebe (Schosse)
  • Sicherstellung des Stockaufbaus
  • Schonender Rebschnitt zur Vermeidung von Holzkrankheiten

Anbinden der Tragruten (Fruchtruten)

  • Stabilisierung des Rebstocks
  • Gleichmässige Wuchsverteilung der Jahrestriebe

Erlesen (Ausbrechen)

  • Diejenigen Triebe erhalten, die für das laufende Jahr und für Schnittmassnahmen im Folgejahr nötig sind. Alle andern ausbrechen
  • Entfernen von Doppeltrieben und Stockausschlägen
  • Verhindern von Schnittwunden. Ergänzungen zu den Schnittmassnahmen
  • Entfernen der untersten Blätter an den Trieben
  • Reduktion der Winterschnittarbeiten
  • Verhindern einer zu dichten Laubwand
  • Ertragsregulierung
  • Förderung einer guten Traubenverteilung

Einschlaufen und Heften der Triebe

  • Verhindert das Brechen der Triebe
  • Sichert die gute Verteilung der Laubwand
  • Sichert eine gute Durchlüftung und Belichtung der Trauben

Gipfeln (Kappen)

  • Drosselt das vegetative Wachstum und Fördert damit die Fruchtbildung und die Reife
  • Begrenzung der Laubwanddichte, bessere Durchlüftung der Laubwand
  • Verkleinert die Angriffsfläche für den Wind

Auslauben der Traubenzohne

  • Verbessert die Belichtung der Trauben
  • Verbessert die Durchlüftung der Traubenzone und ist förderlich für den Gesundheitszustand
  • Erleichtert die Durchdringung der Pflanzenschutzmittel
  • Erleichtert die Erntearbeiten
  • Indirekte Bekämpfung der Kirschessigfliege
  • Reduziert Aufenthaltsangebot für Drosophila suzukii. Diese Fliege bevorzugt schattige Orte.

Ertragsregulierung

  • Verbessert die Traubenqualität dank der Mengenmässigen Beschränkung
  • Verhindert kompakte Trauben
  • Senkt die Botrytis-Gefahr
  • Reduziert Traubenwelke und Stiellähme